Zauberkuenstler Portal

Archiv für November 2012

Der Kopfrechner

Bei meinen Auftritten, pflege ich gerne Kopfrechnen zu demonstrieren. Besonders das Ausrechnen von Wochentagen.  Beispiel:  Einer sagt mir seinen Geburtstag, und ich rechne innerhalb von 2 Sekunden den Wochentag.  ”3.10.1978″ war ein Dienstag. “24.6.1950″ war ein Samstag. Die Formel, die ich anwende, erkläre ich mit dem folgenden Beispiel:  ”31.12.1983″. Zuerst dividiere ich 31 mit 7. Gibt 4 samt einen Rest von 3. Die 3 behalte ich. Jeder Monat hat eine Schlüsselzahl. Januar, Februar und März ist das Quadrat von 12, also 144. Das heißt Januar ist 1, Februar 4 und März 4. April, Mai und Juni ist das Quadrat von 5, also 025. April ist dann 0. Mai 2 und Juni 5. Juli, August und September ist das Quadrat von 6, also 036. Juli ist danach 0, August 3 und September 6. Oktober, November und Dezember ist das Quadrat von 12+2, also 146. Danach hat Oktober die Schlüsselzahl  1, November 4 und Dezember 6.  Die 6 vom Dezember addiere ich zu der 3 von vorher; gibt 9. Alles über 7 werfe ich weg. Also habe ich jetzt die Zahl 2, die ich zwischenspeichere. Das Jahr dividiere ich mit 12. 83 durch 12 gibt 6 mit einem Rest von 11. Die 6 addiere ich mit der Zahl vom Zwischenspeicher also 2+6 gibt 8. Wieder werfe ich alles weg über 7, und habe dann 1. Den Rest von 11 addiere ich und komme auf 12. Wieder werfe ich 7 weg, und behalte dann die Ziffer 5. Den Rest von 11 dividiere ich durch 4. Gibt 2. Die 2 addiere mit der 5, und komme auf 7. Alles über 7 wird weggeworfen, und ich habe dann das Ergebnis: 0. Jeder Wochentag hat eine Schlüsselzahl. Sonntag ist 1, Montag 2, Dienstag 3, Mittwoch 4, Donnerstag 5, Freitag 6 und Samstag 0. Also war der “31.12.83″ ein Samstag.

Eine Besonderheit ist zu beachten, wenn die Person im Januar oder Februar geboren ist und es ein Schaltjahr war. Dann ziehe ich eins vom Gesamtergebnis ab. Ein Schaltjahr ist ein Jahr, das durch 4 ohne Rest teilbar ist.  Eine Ausnahme bilden die vollen Jahrhunderte: Sie sind nur Schaltjahre, wenn sie durch 400 teilbar sind.

Der Illusionist…

Ein Illusionist verführt sein Publikum durch Täuschung, Ablenkung und Informationsflut.

Er weiß: „Wenn ich dir fünf Bälle zuwerfe, fängst du keinen. Wenn ich einen Ball werfe, fängst du ihn.“

Der Mensch kann nicht wirklich zwei Fokusse gleichzeitig halten. Das nutzt der Illusionist, Mentalist oder auch der Taschendieb aus, indem er beim Klauen zwei Berührungen macht.
Eine Feste, wie ein Stoß, und eine leichte wo das Objekt genommen wird.

Dem Illusionist ist es wichtig verschiedene Lösungsvorschläge bei seiner Vorführung zu suggerieren, um die Erklärungsversuche vom Publikum in den Sand laufen zu lassen. Dabei streut er zig Informationen, damit der Zuschauer mit dem Filtern überfordert ist.

Er setzt Ablenkungen ein, auch „Misdirection“ auf Englisch genannt, um noch eine größere Verwirrung zu stiften. Der Mentalist rundet die Täuschung der Wahrnehmung mit Fingerfertigkeit, Sprache, Betonung, Musik und Licht ab. Er lässt den Zuschauer mit seinen Erklärungsversuchen in eine Sackgasse laufen, und verwickelt ihn in eine endlose Schleife, wo er immer wieder denkt:“Jetzt weiß ich, wie er das gemacht hat“ um dann festzustellen, dass es noch mal Überdenkung braucht.

Der Illusionist schafft Illusionen. Er lässt die Träume von Gedankenlesen, Schweben, Verschwinden und Erscheinen in seiner Show wahr werden. Er schafft für eine begrenzte Zeit eine Welt, die wir schon als Kinder von Märchen kennen, und wovon wir als Erwachsene oft träumen.

Ganz ehrlich: Wer möchte nicht gerne mal Geld herzaubern können, seine Nachbarin zersägen oder den Boss verschwinden lassen?